============================================================================= "Fensterln" an der WWF Alexander Kaltenbacher Der Einsatz von Microsoft Windows 3.0 in Ingolstadt ============================================================================= Nein, hierbei handelt es sich nicht um die - den Bayern angedichtete - Tra- dition des sog. Leiterstosstrupps, sondern um eine neue Moeglichkeit, mit seinem PC zu kommunizieren. Windows 3.x =========== Bisher hatte der Benutzer als Betriebssystem nur MS-DOS zur Verfuegung, mit dem er mehr oder weniger gut zurechtkam. Was nach weitlaeufiger Meinung auf PC's fehlte, war eine graphische Erweiterung von MS-DOS und die Moeglichkeit, nicht nur ein Programm ablaufen zu lassen. (Besitzer von Commodore Amiga oder Apple Macintosh kennen solche graphischen Erweiterungen als Standard fuer ihren Rechner und moechten sie nicht missen.) Diese Luecke soll durch Win- dows geschlossen werden. Um Windows ueberhaupt laufen lassen zu koennen, benoetigt man einen schnellen Rechner (etwa einen PC mit 80386 Prozessor mit mindestens 20 MHz) und minde- stens 2 MB Speicher. Windows wird ueber das Netzwerk nur in den Mikrorechnerraeumen des URZ in Ingolstadt angeboten und kann mit "WIN3" aufgerufen werden. Als Eingabegeraet ist standardmaessig die Maus vorgesehen, Windows laesst sich aber auch mit der Tastatur bedienen. Abgebildet sind hier der sog. Programm-Manager mit den zur Verfuegung stehenden Gruppen. Diese lassen sich oeffnen, indem man eine Gruppe mit dem Mauszeiger - dem Pfeil - anwaehlt und dann zweimal mit der linken Maustaste anklickt. Hier oeffnen sich dann weitere Fenster, daher auch der Name "Windows". Mit Windows ist es nun moeglich, mehrere Programme "gleichzeitig" laufen zu lassen (Multitasking). Zu bedenken ist natuerlich, dass die Ausfuehrungs- geschwindigkeit je Programm drastisch sinkt, je mehr Programme geladen sind, zeitweilig fuehlt man sich in die Zeiten des guten alten XT zurueckversetzt. Die Vorteile, die Windows bietet, sind: 1. Die graphische Benutzeroberflaeche (GUI, Graphical User Interface), die speziell fuer die Interaktion von Mensch und Maschine entwickelt wurde (die Ansaetze dieser GUI-Systeme reichen bis in das Jahr 1970 zurueck, als Xerox das Palo Alto Research Center gruendete). 2. Durch die Verwendung von Benutzerschnittstellen-Objekten wie Fenster, Menues und Icons ergibt sich ein konsistentes Erschei- nungsbild aller Windows-Programme, was das Anlernen wesentlich vereinfachen soll. 3. Die Moeglichkeit von Programmen, gemeinsam Daten zu nutzen, z.B. beim sog. DDE (Dynamic Data Exchange). 4. Durch eine einheitliche Graphikschnittstelle, der GDI (Graphic Device Interface) werden die Ausgaben von Graphiken auf beliebige Ausgabegeraete (Bildschirm, Drucker, Plotter) vereinfacht. So wurden auch die Graphiken dieses Artikels mit Hilfe der "DRUCK"- Taste in die sog. Zwischenablage verfrachtet und von dort mittels des in Windows enthaltenen Malprogramms PAINTBRUSH als einfarbiges PCX-File abgespeichert. Diese Datei kann dann problemlos in TEX eingebunden werden. Auch in Eichstaett wird Windows 3.x in Kuerze verfuegbar sein, wenn die beiden neuen Mikrocomputer-Pools installiert sind. _____________________________________________________________________________ Ansprechpartner im Universitaetsrechenzentrum: Alexander Kaltenbacher (Zimmer IN: AS-303, Tel.: -251 E-Mail: kaltenbacher) _____________________________________________________________________________