Tipps und Tricks mit Notebook und Projektor

P. Ihrler


In 2 Minuten Vorlesungsbeginn, der Hörsaal voller Studenten, die Powerpoint-Präsentation auf dem Notebook, ... der Projektor geht nicht. Und was jetzt? So oder ähnlich mag es schon mehreren Dozenten ergangen sein. Dagegen kann man einiges tun, Wunder sind unwahrscheinlich, Pech kann es immer geben. Einige Tipps und Tricks werden sich für manche banal anhören, für andere werden sie die Erfolgswahrscheinlichkeit um einiges erhöhen.

In den letzten Jahren ist die Nutzung der Projektoren in Lehrveranstaltungen erheblich gestiegen. Zum einen war das Wachstum bedingt durch den allgemeinen Trend, solche Medien zu nutzen. Den Anfang übernahmen die vertriebsorientierten Unternehmenszweige in den 80er Jahren, heute ist es state-of-the-art auch bei technisch interessierten Hochschullehrenden. Bei uns an der KU gab es ab 1996 damals noch sehr teure, tragbare Beamer oder Videokanonen zum Ausleihen, die dann je nach Bedarf in den Hörsälen aufgebaut wurden. In Ingolstadt stehen bereits seit 1996 vier Hörsäle mit fest eingebauten Projektoren zur Verfügung. Heute sind fast zwei Drittel der Hörsäle, Seminarräume und PC-Pools mit fest eingebauten Projektoren ausgestattet (Eichstätt: 30 Räume von insgesamt 52, Ingolstadt: 13 Räume von insgesamt 16). Die Ausstattung aller Hörsäle, wie an einigen anderen Hochschulen bereits geschehen, kann aus finanziellen Gründen noch nicht realisiert werden, obwohl sich diese Notwendigkeit bereits abzeichnet. Parallel zu dieser Entwicklung wächst auch die Zahl der mobilen Projektoren für den persönlichen Gebrauch.

Der Trend an den Hochschulen von der klassischen Vor-les-ung zu einer Präsentation mit Stichpunkten, Grafiken, Übersichten mit Kreide an der Tafel, mit Folien über den Tageslichtprojektor oder mit Notebook über einen Videoprojektor ist unbestritten. Daneben gibt es schon lange in Lehrveranstaltungen Diaprojektoren, Filmprojektoren, Videoplayer mit Fernsehgerät, physikalische Versuche etc. All dies wurde schon immer mit mehr oder weniger Nervenkitzel angewendet. Denken Sie nur an ein defektes Mikrofon, das Sie zumindest zeitweise durch eine lautere Stimme kompensieren können, an die fehlende Kreide oder an licht- und altersschwache Tageslichtprojektoren. Heute spitzt sich die Risikobereitschaft des Dozenten zu: Er packt alles in sein Notebook: Folien, Dias, Filme, Audiodokumente, ja sogar medial aufbereitete, virtualisierte , physikalische Versuche. Den Bildschirm des Notebooks möchte er über einen Projektor an die Wand projizieren und den Ton evtl. auf die Audioanlage umleiten. Auch das ist für manche Dozenten noch zu konservativ. Warum all die Dokumente auf die Festplatte packen, wenn sie ohnehin online sind, sei es als HTML-Seiten, als Lernmodul, als Videos auf einem Videoserver oder als aktuelle Daten in einer Datenbank? Ja, das alles geht heute in unseren Hörsälen und vieles ist sinnvoll, wenn die Zuhörer dadurch schneller und besser verstehen. Natürlich muss sich der Dozent auch mit den möglichen Gefahren der Virtualisierung seiner Veranstaltungen beschäftigen. Aber was macht der Vortragende, wenn eine - nur eine einzige - dieser Komponenten in einer langen Kausalreihe nicht so funktioniert, wie sie eigentlich sollte? Im folgenden wird der Versuch gemacht, in einer Auf listung ein Grundverständnis für die Technik zu vermitteln, typische Fehler aufzuzeigen, Tipps zur Vermeidung von Pannen und work arounds für den Notfall zu geben.

1. Der Projektor (oder Videoprojektor, Beamer, Videokanone ...)

Verschiedene Kabelanschlüsse
Abb. 1: Kabelanschlüsse von verschiedenen Quellen

Verzerrung
Abb. 3: Verzerrung

Strahlungswinkel
Abb. 4: Strahlungswinkel

2. Der Anschluss des Notebooks am Projektor

3. Der normale PC am Projektor

4. Video über das Notebook

5. Das Notebook am Netz

RJ45-Stecker
Abb. 8: RJ45-Stecker

6. Notebook und Software (CDs, DVDs, Plugins ...)

7. Audio

Klinke- und Cinch-Stecker
Abb. 9: Klinke links, 2 x Cinch rechts

8. Videorecorder/-player

9. Camcorder (digital, S-VHS)

Anschlüsse eines Camcorders
Abb. 10: Anschluss eines Camcorders an einen fest eingebauten Projektor

10. Vier Goldene Regeln

Weitere und aktualisierte Informationen finden Sie unter http://www1.ku-eichstaett.de/urz/ilias im Lernmodul "Einsatz von Projektoren" unter der Kategorie Rechenzentrum/Neue Medien in der Lehre.

Quellen:

FAQ. Projektoren, S. 187, cīt. magazin für computertechnik, 2005, Heft 4
http://www.datenprojektoren.de/menu_faq.html
http://www1.ku-eichstaett.de/urz/ilias


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