KERMIT-95

Dr. W.A. Slaby


Drei Jahre sind inzwischen vergangen, seit zum letzten Mal in unserer INKUERZE über das Kommunikationsprogramm KERMIT berichtet wurde, mit dem sich u.a. eine Dialogverbindung zu Rechnern im lokalen Hochschulnetz oder im weltweiten Internet aufbauen lässt. Dies ist ein sicheres Indiz dafür, dass KERMIT problemlos seinen Dienst tut, wenn Sie mit dem Kommando opac auf den lokalen Online-Katalog der Universitätsbibliothek zugreifen, um dort eine Recherche, eine Vormerkung oder eine Bestellung durchzuführen, wenn Sie eine Dialogverbindung zum Zentralrechner Data General MV/9500 aufbauen oder wenn Sie als Mitarbeiter in der Universitätsverwaltung zur Mittelbewirtschaftung, Haushaltsüberwachung, Studenten- oder Prüfungsverwaltung die entsprechende HIS-Anwendung aufrufen.

Es versteht sich deshalb von selbst, dass KERMIT auch unter dem Betriebssystem WindowsNT als flexibles Kommunikationsprogramm zum Aufbau von Dialogverbindungen bereitgestellt werden soll. Da die bisher eingesetzte DOS-Version MS-KERMIT 3.14 leider nicht unter WindowsNT ablauffähig ist, wird ein Übergang zu KERMIT-95 erforderlich, welcher für die Betriebssysteme Windows95/98, WindowsNT und OS/2 entwickelt wurde. Nach einem Doppelklick auf den KERMIT-Programmbutton K95 startet der KERMIT-95 Dialer, mit dem sich entweder die gewünschte Dialogverbindung zu einem der in einer Liste vorgegebenen Server im lokalen Hochschulnetz herstellen lässt oder aber mit dem zu einem sonstigen Host im Internet durch Betätigen des Quick-Schaltknopfes und anschließender Eingabe des IP-Namens oder der IP-Adresse dieses Hosts eine Dialogverbindung aufgebaut wird.

An der Palette der Terminaltypen, für die KERMIT-95 eine Emulation anbietet, hat sich gegenüber der bisherigen DOS-Version nur wenig geändert: Neben den Terminals der bekannten VT-Familie (VT320, VT220, ...) und dem Dasher-Terminal D217 für den Dialogzugang zum Zentralrechner MV/9500 wird nunmehr auch der Terminaltyp SNI 97801 unterstützt, der beim Zugang zum Bibliotheksserver RM600 zum Einsatz kommen könnte. Anders als bei der bisherigen DOS-Version lassen sich bei KERMIT-95 mehrere simultane Dialogsitzungen zu demselben oder einem anderen Zielrechner nunmehr dadurch aufbauen, dass über den KERMIT-95 Dialer die gewünschten weiteren Dialogverbindungen hergestellt werden; hier macht sich die Multitasking-Fähigkeit von WindowsNT positiv bemerkbar.

Nach umfangreichen Tests wird das Universitätsrechenzentrum zum Jahresende eine Campus-Lizenz für KERMIT-95 beschaffen, die gegenüber der bisherigen DOS-Version auch für Universitäten leider nicht mehr kostenlos angeboten wird. Mit Beginn des nächsten Jahres wird dann KERMIT-95 sowohl auf den Mikrocomputern in den Pools zur Verfügung stehen als auch auf Arbeitsplatzrechnern in den Fakultäten und sonstigen Einrichtungen unter WindowsNT über das Hochschulnetz aufgerufen werden können.

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