Am kommenden Dienstag, den 1. Juli, konstituiert sich der neue Konvent. Zu seinen ersten Aufgaben wird es gehören, dass er einen neuen Sprecherrat wählt. Dieser ist sozusagen die Exekutive des Konventes und spricht stellvertretend für die Studierenden. Zudem handelt der Sprecherrat mit der Hochschulleitung die Verwendung der Zentralen Mittel aus den Studienbeiträgen aus.
Aus Sicht eines Mitglied des letzten Konvents und vor allem in Hinblick auf die zu erwartenden Probleme (Präsidentenwahl, Finanzskandal, Grundordnungsänderung) möchte ich daher eindringlich appelieren, sich die Wahl des Sprecherrates und insbesondere des Vorsitzes sehr genau zu überlegen. Die Kandidaten, die sich zur Wahl stellen, sollten sich Fragen, ob sie die nötige Erfahrung haben, aber und das ist viel wichtiger, ob sie in der Lage sind, Präsident, Senat, Hochschulrat oder wem auch immer in gebotener Weise auch mal eine Gegenrede zu halten. Der oder die Vorsitzende muss in diesen sicher nicht leichten Zeiten eine gute Führung des Konventes gewährleisten und zu eigenständiger Entscheidung fähig sein, denn der Konvent trifft sich nicht so oft, als dass man immer mit dem Plenum Rücksprache halten kann. Diejenigen die wählen, sollten sich bei den Kandidaten genau überlegen, ob diese das eben skizzierte Anforderungsprofil ausfüllen und nicht einfach vorschnell irgendjemanden wählen, schon gar nicht, weil man mit ihm besonders gut befreundet ist oder sie besonders gerne mag.
Die neu gewählten Vertreter haben, wie schon der vorherige Konvent, eine wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe. Dies müsst ihr nun auch wahrnehmen, um in der guten Tradition des derzeit noch aktiven Konvents und des Sprecherrates, dessen Arbeit fortzuführen.
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