Veranstaltungen im WS 1998/99
 
 
Novel-Reading Class--American Women Writers of the 20th Century
Mo 15.00-17.00 Uhr
KG I / Bau A 304
Angela Kalt

In diesem Kurs werden Romane amerikanischer Autorinnen behandelt. Neben der "traditionellen" Interpretation der Romane sollen auch feministische Aspekte behandelt werden.
Kurssprache: English
Folgende Romane werden gelesen:
    Edith Wharton. The House of Mirth, Carson McCullers. The Heart is a Lonely Hunter, Gwendolyn Brooks.Maud Martha,
    Bobbie Ann Mason. In Country
 
 
Kommunikations- und Verhandlungstraining für Frauen (Blockseminar)
Vorbesprechung: 9.11.1998, 18.00 Uhr    KGI / Bau A 103
Seminar: Fr./Sa.    13./14.11.1998, 9.00-17.00 Uhr
KG I / Bau A 106
Ingrid Auernhammer

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende aller Fachbereiche.

Durch eigenes Erleben und dessen theoretische Reflexion soll den Teilnehmerinnen ermöglicht werden, grundlegende kommunikationstheoretische Aspekte kennenzulernen, eigene Kommunikationsmuster wahrzunehmen und ihre jeweilige Angemessenheit in unterschiedlichen Situationen zu überprüfen.
    Darüberhinaus wird sich ein zweiter Teil der Veranstaltung mit dem sachgerechten und beziehungsgemäßen Verhandeln befassen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf frauentypische Kommunikationsstile und Verhaltensweisen gerichtet werden (z.B. Sprachverhalten, Körpersprache, Selbstwertgefühl als Folge geschlechtsspezifischer Sozialisation u.a.)
Methoden:
Übungen, Gruppen- und Plenumsgespräch, theoretische Impulse
Das Gelingen des Seminars und der Lernerfolg wird wesentlich von der aktiven Teilnahme und der Bereitschaft, eigene Erfahrungen einzubringen und neue zu machen, abhängen.
Teilnehmerinnenzahl: 10 - 15
Inhaltliche Schwerpunkte:
    - Erfolgreiches Kommunizieren--Was ist das?
       Regeln wahrnehmen, Fehlerquellen erkennen und vermeiden lernen
    - Eigene Stärken und Schwächen im Kommunikationsverhalten wahrnehmen und damit bewußt umgehen
    - Die vier Seiten einer Nachricht nach F. Schulz von Thun
    - Körpersprache wahrnehmen und bewußt einsetzen
    - Konstruktive Rückmeldung
    - Polarisierungen durchschauen und vermeiden
    - Kommunikationsbeeinträchtigung durch Streß--erkennen und vermeiden
    - Verhandlungen--vorbereiten, führen, nacharbeiten
Je nach Interesse der Teilnehmerinnen können einzelne Aspekte stärker vertieft und andere weniger intensiv behandelt werden. Wünsche zur Bearbeitung konkreter Beispielsituationen (z.B. Vorstellungsgespräch) sind möglich.

Dieses Seminar wird im Sommersemster 1999 noch einmal angeboten. Interessentinnen, die im laufenden Semester wegen der beschränkten Teilnehmerzahl nicht berücksichtigt werden konnten, sind dazu eingeladen, das Seminar im Sommersemester 1999 zu besuchen.
 

ACHTUNG! RAUM- UND ZEITÄNDERUNG!
Frauen im Film--Filme von Frauen
Das Seminar wurde eine Stunde vorverlegt und findet jetzt Di 15.00-18.00 Uhr (vierzehntägig) statt.
Neuer Raum für das Seminar ist UA 134.
Eva Lang

Das Seminar wird, wie der Titel bereits zeigt, zwei Schwerpunkte haben, die allerdings nicht in einem zeitlichen Nacheinander behandelt werden sollen. Sie lassen sich bei der Analyse und Diskussion im Seminar miteinander verbinden.
    Einerseits interessiert uns die Frage, welche Frauendarstellungen sich in Spielfilmen unterschiedlicher Genres finden und welche Funktion sie in ihrem jeweiligen Zusammenhang haben. Gibt es in neuen Filmen auffällige Veränderungen gegenüber älteren? Wenn ja, welche Gründe könnte dies haben? Zur Diskussion dieser Fragen werden wir zunächst an einem Beispiel erarbeiten, wie sich die Mittel filmischer Bedeutungskonstruktion analysieren lassen und dann auf entsprechende Weise verschiedene Spielfilme untersuchen.
    Der zweite Schwerpunkt des Seminars lässt sich in oben skizzierte Fragestellungen integrieren: Unterscheiden sich die Frauendarstellungen in den Filmen von Regisseurinnen von denen ihrer männlichen Kollegen? Auf welche Weise? Wählen Regisseurinnen andere Themen und Perspektiven, verwenden sie andere Darstellungsmittel? Welche Wirkungen erzielen sie damit?
    Vorschläge für zu untersuchende Filme sind: Fire, Töchter des Himmels, Thelma und Louise, Die bleierne Zeit, Deutschland, bleiche Mutter, Hungerjahre; eventuell zum Vergleich auch ein älterer Western, z.B. High Noon oder ein Film von Hitchcock, z.B.Vertigo etc. In den Sitzungen werden wir Ausschnitte aus den Filmen ansehen und  häufig vergleichend arbeiten.
    Ihre eigenen Anregungen und Vorschläge für die Liste der zu besprechenden Filme sind herzlich willkommen.

Die nächste Sitzung dieses Seminars findet am 24. November statt.
 
 
Zwischen Tradition, Resignation und Widerstand: Zur Situation der Frauen in den lateinamerikanischen Gesellschaften
Do 18.00-20.00 Uhr
KG I / Bau A 302
Dagmar Kusche

Veranstaltungsbeginn: Donnerstag, 30. Oktober 1998 um 18 Uhr s.t. zur weiteren Absprache des Veranstaltungstermins

Das Seminar ist für alle Fachbereiche offen. Für einen Scheinerwerb wird von den Teilnehmern ein mündliches Referat sowie die Anfertigung einer schriftliche Hausarbeit erwartet. Es sind keine Spanischkenntnisse erforderlich.

"Zwischen Tradition, Resignation und Widerstand"--so läßt sich die Situation der Frauen lateinamerikanischer Gesellschaften in wenigen Worten umschreiben. Frauen in Lateinamerika haben in den letzten Jahren zwar einerseits an Mut und Selbstbewußtsein gewonnen;, sie haben begonnen, sich zu organisieren und Widerstand gegen Unterdrückung, Repression und untragbare Lebensbedingungen zu leisten. Die stetig sich verschlechternde sozioökonomische Situation, die alle Länder Lateinamerikas charakterisiert und gerade Alltag und Lebensumstände der Frauen in besonderem Ausmaß trifft, zwingt Frauen immer häufiger, ihren Forderungen kollektiv Ausdruck zu verleihen, und sie konnten dabei durchaus Teilerfolge erzielen. Doch der "Widerstandskurs" einiger lateinamerikanischer Frauen gegen Benachteiligung und Unterdrückung bildet nur einen kleinen Teil der sozialen Realität Lateinamerikas--eines Kontinentes, dessen Image in hohem Maße von Stichwörtern wie "Machismo", "Patriarchat" und "strengem Katholizismus" geprägt ist. Lateinamerikanische Frauen sehen sich mit einer Vielzahl kulturhistorischer, religiöser und familiärer Hindernisse und nicht selten mit großen existentiellen Nöten konfrontiert, die sie auch heute noch ihr jeweiliges "Schicksal" eher akzeptieren als hinterfragen lassen uns sie immer wieder  in traditionelle Verhaltensweisen oder auch Resignation zurückdrängen.
    Für das Seminar ist zunächst ein allgemeiner Überblick zur Situatioon und Stellung der Frau in den lateinamerikanischen Gesellschaften geplant. Ein zweiter Schwerpunkt beleuchtet aus kulturhistorischer Perspektive die Vorstellungen über die Rolle der Frau in Lateinamerika, denen Kulturphänomene wie der "Machismo" und "Marianismo" ihren besonderen Rahmen geben. Was beinhalten  die Kulturmuster des Männlichkeitskults und  der Marienverehrung, die in Lateinamerika ihre besondere Ausprägung fanden, wie sind diese Kulturphänomene entstanden? Wo wirken "Machismo" und "Marianismo" noch heute in Denk- und Verhaltensmustern von Frauen und Männern fort? Im Mittelpunkt des dritten Teils des Beitrags steht die aktuelle Situation der Frauen Lateinamerikas. Wie gestalten sich Alltag und soziale Realität der Frauen in Lateinamerika--nicht nur unter dem Einfluß spezifischer Kulturmuster und Traditionen, sondern vor allem unter den Bedingungen der anhaltenden Wirtschaftskrise, die heute einen wachsenden Anteil von Frauen Lateinamerikas zu Erwerbstätigkeit und zur Suche nach Anpassungs- und Überlebensstrategien zwingt. Wie reagieren Frauen auf die vielfältigen Diskriminierungen, denen sie auf fast allen gesellschaftlichen Ebenen begegnen?


Letzte Änderung: 17. November 1998