Glossar zum Eichstätter Modell: Lehramtplus

Glossar zum Eichstätter Modell: Lehramtplus

Außerschulischer Schwerpunkt:
Das „Eichstätter Modell“ organisiert eine große Zahl von Studiengängen als ein Baukastensystem, aus dessen „Baukasten“ die Lehramts-Studien­gänge ebenso beliefert werden wie die meisten Bachelor- und Master-Studiengänge. Mit „außerschulischem Schwerpunkt“ studieren hier diejenigen, die sich spätestens nach dem dritten Semester entscheiden, definitiv kein Lehramt anzustreben. Studierende mit außerschulischem Schwerpunkt können aus einem größeren Angebot von Modulen freier wählen.

B.A.:
„Bachelor of Arts“. Dies ist in der Regel der Titel, der innerhalb des Eichstätter Modells durch ein Bachelor-Studium erworben wird.

Bachelor-Arbeit:
Die Bachelor-Arbeit gibt Gelegenheiten, die im Studium erworbenen Qualifikationen abschließend zu demonstrieren. Sie ist als ein eigenes Modul in der Größe von 10 ECTS-Punkten ausgelegt. - Studierende für das Lehramt, die zusätzlich einen B.A. erwerben wollen, können sich ihre Zulassungsarbeit als Bachelor-Arbeit anerkennen lassen, sofern sie sie bis zum Ende des sechsten Semesters vorlegen.

Bachelor-Studium:
Das Bachelor-Studium führt als „grundständiges“ Studium rasch zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Es dauert sechs Semester und umfasst eine Arbeitsbelastung von 180 ECTS-Punkten.

Bologna-Prozess:
Im Juni 1999 vereinbarten die Bildungsminister der Europäischen Union bei einem Treffen in Bologna, bis zum Jahr 2010 einen gemeinsamen europäischen Hochschulraum zu schaffen. Um eine höchstmögliche Mobilität der Studierenden innerhalb Europas zu erreichen, einigte man sich auf einen gemeinsamen Rahmen, in den die unterschiedlichen Staaten ihre Hochschulen und Studienordnungen einpassen sollen. Die entscheidenden Elemente dieses Rahmens heißen: zweistufige Organisation als Bachelor- und Master-Studium; Modularisierung des Studiums; internationale Vergleichbarkeit durch ECTS-Punkte und diploma supplements.

Credits:
--> ECTS

Diploma supplement:
Das “Diploma supplement” führt sämtliche Module auf, die ein Studierender mit Erfolg absolviert hat. Es enthält jeweils den genauen Titel des Moduls und die erreichte Note.

ECTS:
ECTS heißt „European Credit Transfer System“. ECTS-Punkte oder “credits” messen, anders als die Noten, nicht die Qualität der erzielten Ergebnisse, sondern die Quantität der aufzuwendenden Arbeit: Wie viele Arbeitsstunden muss ein Studierender durchschnittlich investieren, um ein bestimmtes Modul erfolgreich zu absolvieren? Dabei wird nicht nur die Anwesenheit in einer Veranstaltung gerechnet, sondern auch die Zahl der Stunden, die für Vor- und Nachbereitung sowie die Prüfungsvorbereitung benötigt werden. 1 ECTS-Punkt entspricht einem Arbeitsaufwand von 25 bis 30 Stunden. Auf der Basis einer 40-Stunden-Woche ergibt das einen Studienaufwand von 30 ECTS-Punkten pro Semester. Für den Erwerb eines B.A. sind somit insgesamt 180 ECTS-Punkte, für den Erwerb eines M.A. sind 120 ECTS-Punkte erforderlich.

Konsekutiv/ nicht konsekutiv:
Als "konsekutiv", d.h.zeitlich folgend, werden Masterstudiengänge bezeichnet, die inhaltlich auf einem Bacherlorstudiengang aufbauen; beide Studiengänge zusammen überschreiten einen Gesamtstudienrahmen von 5 Jahren (3 + 2 oder 4+ 1) nicht. Ein konsekutiver Masterstudiengang führt also einen Bachelorstudiengang fachlich fort, indem er ihn vertieft oder (ggf. auch fachübergreifend) erweitert. ein konsekutiver Masterabschluss kann auch an einer anderen Hochschule erworben werden als der Bachelor. Es kann auch eine Phase der Berufstätigkeit zwischen den beiden Studiengängen liegen. - Als "nicht-konsekutiv" wird ein inhaltlich nicht auf den vorangegangenen Bachelorstudiengang aufbauender Masterstudiengang bezeichnet.
Weitere Informationen.

Lehramtsgeeigneter Studiengang:
Das Eichstätter-Modell umfasst sowohl Lehramts-Studiengänge als auch Bachelor- und Master-Studiengänge. Im „Sockelbereich“ der ersten drei bzw. (bei einer Entscheidung für das Lehramt an Grund- oder Hauptschulen) zwei Semester sind Lehramts-Studium und Bachelor-Studium aber noch identisch. Als Oberbegriff dient daher der Terminus „lehramtsgeeignete Studiengänge“.

M.A.:
„Master of Arts“. Dies ist in der Regel der Titel, der innerhalb des Eichstätter Modells durch ein Master-Studium erworben wird.

Master-Arbeit:
Die Master-Arbeit gibt Gelegenheiten, die im Studium erworbenen Qualifikationen abschließend zu demonstrieren. Sie ist als ein eigenes Modul in der Größe von 15 ECTS-Punkten ausgelegt. - Studierende, die eine wissenschaftliche Laufbahn anstreben, können auf Antrag dieses Modul auch auf 30 ECTS-Punkte vergrößern, falls sich diese Größenordnung in Zukunft als Zulassungsbedingung für Graduiertenschulen durchsetzen sollte.

Master-Studium:
Das Master-Studium baut auf dem Bachelor auf. Es dauert vier Semester. und umfaßt eine Arbeitsbelastung von 120 ECTS-Punkten.

Modul:
Ein Modul ist eine thematische Einheit, die aus verschiedenen Lehrveranstaltungen und Arbeitsformen bestehen kann. In der Regel wird ein Modul innerhalb eines Semesters abgeschlossen. In Eichstätt haben die meisten Module einen Umfang von 5 ECTS-Punkten. Die Leistung der Studierenden wird in den meisten Modulen benotet. So werden (mit Ausnahme der Lehramts-Studiengänge) summarische Abschlussprüfungen überflüssig: Die Gesamtnote ergibt sich aus den während des Studiums akkummulierten Modul-Noten. - Die einzelnen Studiengänge werden in Form eines Baukastensystems aus den angebotenen Modulen aufgebaut: die einzelnen Module finden gleichzeitig in verschiedenen Studiengängen Verwendung; sie sind „polyvalent“.

Pflichtmodul:
Ein Pflichtmodul muss von allen Studierenden der betreffenden Fächerverbindung studiert werden.

polyvalent:
==> Modul

Staatsexamen:
Die sog. Erste und Zweite Staatsprüfung für ein Lehramt an öffentlichen Schulen (meist 1. und 2. Staatsexamen genannt) sind in der Lehramtsprüfungsordnung I und II (LPO I und II) geregelt. In diesen Prüfungen sollen die Studierenden zeigen, dass sie im Studium die fachlichen Voraussetzungen (1. Staatsexamen) sowie (nach dem Referendariat) die Befähigung (2. Staatsexamen) erworben für das Lehramt an einer öffentlichen Schule erworben haben.
Weitere Informationen.

Wahl-Modul:
Bei einem Wahl-Modul stehen dem Studierenden im Prinzip sämtliche Module offen, die an der KU Eichstätt-Ingolstadt angeboten werden. In der Praxis muss er im Einvernehmen mit dem Dozenten des gewünschten Moduls aber rechtzeitig prüfen, ob seine Vorkenntnisse für eine gewinnversprechende Teilnahme ausreichen und ob in dem Modul noch Plätze frei sind.

Wahlpflicht-Modul:
Bei einem Wahlpflicht-Modul hat der Studierende eine begrenzte Wahlmöglichkeit zwischen zwei oder mehr Modulen. Die Grenzen der Wahl werden durch die Studienordnung formuliert.

Workload:
durchschnittlicher Aufwand an Arbeitsstunden für einen Studierenden; wird gemessen in ==> ECTS-Punkten.