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Exkursion nach Straßburg vom 16. bis 19. Juni 2008
Zu Besuch bei den europäischen Institutionen in Straßburg: Eine Gruppe von 30 Studierenden nahm an der Exkursion in die französische Europastadt vom 16. bis 19. Juni 2008 unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Schubert und Christina Kreimer teil. Der erste Termin führte die Studierenden ins Centre administratif der Stadt Straßburg. Ein Vertreter der Stabsstelle für internationale und europäische Beziehungen der Stadt berichtete über die Bedeutung der europäischen Institutionen für Straßburg und grenzüberschreitende Projekte wie beispielsweise den Eurodistrikt Straßburg-Ortenau. Am nächsten Tag hatten die Studierenden die Möglichkeit, im Europaparlament eine lebhafte Debatte über die Rückführungsrichtlinie und die Einführung des Euros in der Slowakei zu beobachten. Die Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler (CSU) berichtete in einem Hintergrundgespräch über ihre Arbeit, ihr Selbstverständnis als Parlamentarierin zwischen Bayern, Deutschland und Europa sowie über den Einfluss von Lobbyisten im Europaparlament. Auch die Zukunft des Vertrags von Lissabon diskutierte sie mit den Studierenden. Am Nachmittag führte dann Hannes Bächle, 6. Semester im deutsch-französischen integrierten Studiengang Politikwissenschaft, die Studierenden durch die Stadt Straßburg.
Am Mittwoch begann der Tag mit einer Verhandlung im Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Gegenstand war ein angeblicher Auftragsmord durch einen Russen, der auf Grund einer verdeckten Ermittlung überführt werden konnte. Die Rechtmäßigkeit der Ermittlung und der darauf basierenden Beweismittel war Gegenstand der Verhandlung, in der der Kläger und die russische Regierung ihre Positionen darlegten. Anschließend erläuterte ein deutscher Jurist den Fall und gab Einblicke in die alltägliche Arbeit am Gerichtshof. Am Nachmittag wurden die Studierenden im Europarat empfangen. Nach einer kurzen Besichtigung des Plenarsaals erläuterte ein Vertreter des Europarates dessen politische Rolle und beantwortete kritische Fragen zum Verhältnis von Europarat und Europäischer Union. Mit einem Besuch bei ARTE ende die Exkursion am Donnerstag. Über den Beitrag eines deutsch-französischen Kulturkanals zu einer europäischen Öffentlichkeit, über interkulturelle Zusammenarbeit, über Programmstruktur und Einschaltquoten entwickelte sich eine lebhafte Debatte mit Axel Bussek, Justiziar bei ARTE. Neben dem Besuch der europäischen Institutionen genossen die Studierenden die verbleibende Zeit, um Straßburg zu entdecken. Ein Höhepunkt war der gemeinsame deutsch-französische Abend im malerischen „Petite France“, wo mit dem einen oder anderen Glas Wein auf eine insgesamt gelungene Exkursion angestoßen wurde.
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